17. Mai 2014 bis 28. Juni 2014

Garten – Kunst – Architektur II

Das gemeinsame Ausstellungsprojekt von o.T. Raum für aktuelle Kunst und sic! Raum für Kunst im und um den Kunstpavillon 2014. 

Mirko Baselgia,
GanzBlum

Pavillon Urban Agriculture, Urban Farming – seit einigen Jahren sind diese Begriffe in aller Munde und haben gar als Fremdwörter Eingang in die deutsche Sprache gefunden. Gemeint ist das Anpflanzen von Lebensmitteln im urbanen Raum, aber auch das Anlegen von Pflanzgärten in innerstädtischen Brachen. Der in der urbanen Gesellschaft von heute verankerte Ansatz unterscheidet sich grundsätzlich von traditionellen Schrebergarten-Siedlungen, wie sie hierzulande in grösseren Ortschaften anzutreffen sind und wo der Traum des eigenen Hauses mit Umschwung gleichsam im Miniaturformat gelebt wird. Der Kunstpavillon, der seit 2011 gemeinsam vom sic! Raum für Kunst und vom o.T. Raum für aktuelle Kunst betrieben wird, befindet sich inmitten der Stadt Luzern, nur fünf Gehminuten vom verkehrsgeplagten Pilatusplatz entfernt. Den Pavillon umgeben neben Mehr- und Einfamilienhäusern ein abgeschirmter, beinahe verwunschener, naturbelassener Garten hinter dem Gebäude sowie davor eine von einer Schule erweiterte Pausenplatz-Anlage, eine wenig bewirtschaftete Wiesenfläche sowie ein Schrebergarten, d.h. Garten in unterschiedlichsten kulturellen Ausformulierungen auf kleinstem Raum konzentriert. Die Ausstellungsreihe Garten-Kunst-Architektur, die im 2012 startete, zeichnet nun keinesfalls das Motiv des Gartens in der Kunst nach, sondern versucht anhand verschiedener künstlerischer Interventionen das Thema Garten aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten, und zwar sowohl als konkrete Eingriffe in den das Gebäude umgebenden Aussenraum wie auch als künstlerische Reflexion über das Draussen drinnen im Kunstpavillon.