17. Januar 2016 bis 13. Februar 2016

Alphons A’s teatro della memoria elefantesca

Eine Ausstellung kuratiert von Hans Peter Litscher mit Werken aus dem Nachlass von Alphons A.

Gespräch mit Hans Peter Litscher und Nadine Wietlisbach
Freitag, 05. Februar 2016, 19.00 Uhr, sic! Elephanthouse, Neustadtstrasse, Luzern
Ein Gespräch/Rundgang über die Notwendigkeit eines Elefantengedächtnis, die Arbeit zwischen Eskapismus und Bilderdichte. Im Rahmen der Ausstellung Alphons A’s teatro della memoria elefantesca im sic! Raum für Kunst.

New York am 31. März 1955: Es jubeln Kinder jedem Alters und 18'000 Fans als Marilyn Monroe den pinken Elephanten reitend auf dem Madison Square Garden die Zirkussaison eröffnete. Auf der anderen Seite des Atlantiks erstand in der Schweiz ein gewisser Alphons A., Künstler und Sammler, einen ausgestopften Elefanten. Wohl war es nicht derselbe Elefant, der einst Miss Monroe auf dem Rücken trug, doch war auch ihm eine besondere Rolle zugedacht: Als Werk einer Ausstellung, in der der Rüssel im Raum und der Rest des Körpers ausserhalb des Raumes stehen soll. Doch Alphons A. konnte diese Arbeit nie zeigen. So übernimmt Hans Peter Litscher die Idee und fügt sie ein in eine vielschichtige Recherche über die Geschichte des Rüsseltiers in der Kunst.

In Alphons A's teatro della memoria elefantesca tauchen nicht nur Arbeiten von Alphons A., selbst, sondern auch grossartige Werke aus seiner Sammlung auf, wie die Beiträge von Markus Raetz und Baltasar Burkhard. Hans Peter Litscher verfeinert dieses Netz und spannt es weiter – bis hin zu den zu den grossen Legenden der Pop- und Kulturgeschichte. Litschers Ausstellung, die zwischen Wunderkammer und Kuriositätenkabinett angesiedelt ist, vermag es, wohl recherchiert und feinsäuberlich zusammengetragen, einzelne Erzählstränge zu überlagern und disparate Details miteinander zu verbinden – als wäre alles im Gedächtnis eines Elefanten gespeichert.

Hans Peter Litscher (*1955 in Stans) recherchiert, sammelt und archiviert Geschichten und Biografien. Anhand von Fundstücken, die er in Antiquariaten zusammenträgt oder Dokumenten und Fotografien, die er in ausführlichen Recherchen ausfindig macht, überführt er die Erzählstränge in eine visuelle Form. Seine Interessen gelten unterschiedlichsten künstlerischen Ausdrucksweisen: So sind seine Projekte immer Aufführung, Ausstellung und Performance zugleich.

Die Ausstellung wird aus Anlass der Kabinett-Ausstellung «Et In Lucerna Ego – Hans Peter Litscher» im Historischen Museum Luzern realisiert. Während des ganzen Jahres 2016 finden weitere Projekte von Hans-Peter Litscher in Luzern statt, u. a. in Zusammenarbeit mit der ZHB Luzern, der Musikbibliothek der Hochschule Luzern, der HSLU – Design & Kunst und im historischen Museum Luzern.

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